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Volando 4/2004

Saarbrücker Zeitung
28.07.2004
Der Lockruf der Anonymität
Blick ins "Berliner Zimmer", einen Internet-Salon
Saarbrücken. Sabrina Ortmann ist eine der Vorreiterinnen
von Literatur im Internet. Die freie Journalistin betreibt mit Enno E. Peter das
"Berliner Zimmer", den selbsternannten Salon im Netz. Hier treffen sich Autoren,
Leser und Künstler online, "Com!online" bezeichnet die Seite als "Pionier unter
den Literatur-Sites", Besucher finden Links zu Autoren und Projekten, Texte zum
Thema Literatur im Netz. Mailinglisten, Newsletter und Forum, und den "tage-bau"
ein literarisches Onlinetagebuch, 2000 mit dem Innovationspreis des
arte-them@-Literatur-Wettbewerbs ausgezeichnet.
Das Berliner Zimmer gibt es seit 1998. Etwa zu der Zeit
begann in Deutschland Literatur im Internet zu erscheinen. Allerdings gab es, so
Ortmann, zu der Zeit wenige Knotenpunkte und auch kaum theoretische Reflexion.
Das Berliner Zimmer wurde so zum einen aus der Idee geboren, Informationen
darüber zu sammeln, was es im Internet in punkto Literatur schon gab, und zum
anderen sollten theoretische Texte zum Thema zur Verfügung gestellt werden,
Ortmann weist darauf hin, dass nicht nur die Art in der Literatur zugänglich
wird, durch das Internet verändert wurde, sondern auch die Literatur selbst. Die
Sprache werde schneller, umgangssprachlicher, spontaner, bedingt durch die
Geschwindigkeit des Mediums, Auch Rückwirkungen auf die traditionelle Literatur
seien möglich, so wurde etwa schon eine Folge von E-Mails als Roman
veröffentlicht. [...]

Frankfurter Rundschau, 21.
Juli 2004
Auf dem Sofa
Altbaubewohner kennen das Berliner Zimmer als
Empfangs- und Aufenthalts- aber auch Durchgangszimmer, als oft großzügig
geschnittenes Eckzimmer zwischen Vorder- und Hinterhaus mit einem Fenster in der
Ecke.
In nämlicher Stadt gibt es seit nunmehr fünfeinhalb Jahren
ein virtuelles Berliner Zimmer, das die Funktion der literarischen Salons in der
Tradition des 18. und 19. Jahrhunderts in die Moderne und das Netz übertragen
will: Literaten, Journalisten, Wissenschaftler und Künstler nutzten den Salon
als Forum für den Austausch. Dort traf man sich, diskutierte, las sich aus den
neuesten Büchern vor, knüpfte Kontakte. So entwickelte sich auch das Berliner
Zimmer zum Dreh- und Angelpunkt der Netzliteraturszene in Deutschland. Damals
legten Sabrina Ortmann, freie Journalistin und Öffentlichkeitsarbeiterin des DIW
Berlin, und Enno E. Peter, heute Account Manager für ein Softwareunternehmen,
ihre beiden privaten Literaturseiten zusammen. Seitdem betreiben sie die Website
"öffentlich, aber privat" als Projekt ohne Fördermittel.
Rund 3000 Leser und Autoren täglich treffen sich hier und
lümmeln sich aufs virtuelle Sofa, um zu schmökern und zu diskutieren. Amateure
wie Profis können hier in kommentierten Linklisten stöbern, Interviews und
Rezensionen lesen oder sich an Satiren und wissenschaftlichen Artikeln zu Kultur
und Literatur im Netz erfreuen. Die Wände des Berliner Zimmers sind mit
Wechselausstellungen wenig bekannter Berliner Künstler geschmückt, ein Berliner
Literaturführer sorgt für Übersicht im literarischen Leben der Hauptstadt. Wer
mag, lässt sich Gedichte im mp3-Format vorlesen.
Eine Sonderrolle nimmt der tage.bau ein. Hier schreiben
rund 50 Autoren ein gemeinsames Onlinetagebuch. Es ist auch gedruckt erschienen.
Zwischen reale Buchdeckel fand auch Ortmanns "netz literatur projekt", die
Geschichte der Netzliteratur seit 1960.
Wird das Berliner Zimmer mehr schlecht als recht mit
Werbung finanziert, geht man bei der Tochterseite Erosa andere Wege: Eine neue
Ausgabe des Erotikmagazins erscheint imer erst, wenn genügend Spenden für die
Autoren zusammengekommen sind.
Ein Chat, ein Diskussionsforum, ein monatlicher Newsletter
und eine Mailingliste sorgen für die aktive Einbindung der Leser. Habitués,
langjährige Nutzer des Salons, helfen die kommentierten Linklisten zu pflegen.
Kein Wunder, trifft man sich doch an einem sehr behaglichen Ort im Netz.
(Janko Puls)

Berliner Zeitung, 26. Mai
2004
"Netzwerke, Kunst-
und Kulturportale im Internet helfen bei der Orientierung"

Ganzer Artikel bei der Berliner Zeitung

Neue Zürcher Zeitung, 6.
April 2004
Albtraum oder Stimmenvielfalt?
Die Literaturkritik im Zeitalter des Internets
(...)
Während die Online-Ausgaben der Zeitungen nur einen zusätzlichen
Distributionskanal für ihre Inhalte nutzen, so sind hingegen die neuen Formen
einer genuinen Internet-Literaturkritik durchaus bemerkenswert. Dazu zählen
zunächst Online-Rezensionsforen, also nur im Internet publizierende
literaturkritische Medien, die in der Regel kostenfrei nutzbar sind und in einer
Grauzone zwischen professioneller und Laienkritik operieren. Häufig locken sie
mit Zusatzangeboten wie «Schreibschulen» oder Lektoratsangeboten für angehende
Autoren. Motiviert werden die meist honorarfrei arbeitenden Mitarbeiter von
ihrem Enthusiasmus und wohl auch von der Aussicht auf die von den Verlagen
gestellten Freiexemplare. Beispiele für diese Foren wären der «Salon im Netz»
berlinerzimmer.de, literaturcafe.de und literature.de, die alle ein breites,
nichtakademisches Publikum anvisieren.
(...)
Ganzen Artikel lesen ...

RM Berlin-Brandenburg, Das
Regionalmagazin für Wirtschaft und Unterhaltung, Januar 2004
Erfolgsstory: Das
"Berliner Zimmer"

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Berlin-Bookmarks News-Magazin, 18. Dezember 2003
Was lange währt...
5 Jahre Berlinerzimmer.de: der
Virtuelle Salon feiert Jubiläum
Unter dem Motto "Öffentlich, aber privat" startete im
November 1998 der erste "Berliner Salon" im Internet. Das Berliner Zimmer ist
ein Treffpunkt für Kultur und Kultur-Austausch. Auf der Jubiläumsseite treten
die Herausgeber und Gründer Sabrina Ortmann und Enno E. Peter einmal ins
Rampenlicht, präsentieren sich in Wort UND Bild.
Sabrina Ortmann und Enno E. Peter betreiben das Berliner
Zimmer als private Initiative. Nach eigenen Angaben streifen täglich 3.000
Interessierte aus aller Welt durch die Zimmer des Salons.
Das Berliner Zimmer informiert über die deutschsprachige
Literatur im Internet und ist ein Treffpunkt für Autoren und Leser. Im Berliner
Zimmer stellen Berliner Künstler ihre Arbeiten aus.
Das Berliner Zimmer ist öffentlich, aber gleichzeitig auch
privat, Altbaubewohner kennen das Berliner Zimmer als Durchgangs- aber auch
Empfangs- und Aufenthaltszimmer, meist großzügig geschnittenes Eckzimmer
zwischen Vorder- und Hinterhaus. Manchmal etwas dunkel, aber immer vielseitig
nutzbar.
Die Berlin-Bookmarks Redaktion gratuliert dem
BerlinerZimmer.

BerliNews , 13. Dezember 2003
5 Jahre Berlinerzimmer.de
Der virtuelle Salon aus Berlin feiert Jubiläum
Unter dem Motto "Öffentlich, aber privat" eröffnete im
November 1998 der erste Berliner Salon im Internet
Im 18. und 19. Jahrhundert boten die Berliner Salons
Literaten, Journalisten, Wissenschaftlern und Künstlern ein Forum für den
Austausch. Seit Herbst 1998 bietet das Berliner Zimmer, ein virtueller Salon,
Kultur und Austausch im weltweiten Datennetz. Die Herausgeber und Gründer
Sabrina Ortmann und Enno E. Peter betreiben das Berliner Zimmer als private
Initiative, die bisher ohne jede Förderung ausgekommen ist.
Täglich surfen über 3.000 Besucher aus aller Welt durch die
Zimmer des Salons. Hier informieren sie sich über die neuesten Trends der
Netzliteratur, sehen sich wechselnde Ausstellungen Berliner Künstlerinnen und
Künstler an, lesen Satiren, Interviews und Rezensionen, plaudern im saloneigenen
Chat, diskutieren in der Mailingliste oder vertiefen sich in die erotischen
Texte des Magazins Erosa. Eine Sonderrolle unter den Angeboten des Salons nimmt
das Projekt tage-bau ein: Seit November 1999 führen rund 50 Autoren aus sechs
Ländern dort ein gemeinsames Online-Tagebuch. Der tage-bau wurde vom
Kultursender arte mit dem them@-Literaturpreis ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld
konnte erstmals ein Netzliteraturprojekt in gedruckter Form herausgegeben
werden. Seit den Anfängen der Salongeschichte stand eine Salonniere im
Mittelpunkt der intellektuellen Geselligkeit.
Die fast 3.000 Stammgäste informiert die Mit-Begründerin
des Netzsalons, Sabrina Ortmann, seit Mai 1999 monatlich mit einem ausführlichen
Newsletter über Neuigkeiten aus dem Berliner Zimmer, Nachrichten aus der Szene
der Netzliteraten und anstehende Literaturtermine. Das Berliner Zimmer bietet
heute ein internationales Netzwerk mit Kontakten von Österreich bis Australien.
Die hier veröffentlichten Forschungsarbeiten haben ihm zu einer internationalen
Reputation über das Internet hinaus verholfen.
"Fünf Jahre sind eine lange Zeit für ein Kulturprojekt im
WWW, und wir freuen uns deshalb sehr, dass wir unseren virtuellen Salon trotz
mancher Schwierigkeiten kontinuierlich weitergeführt haben", sagt Sabrina
Ortmann. "Für uns stand stets die redaktionelle und finanzielle Unabhängigkeit
des Projektes im Mittelpunkt. Während des Internet-Booms haben wir mehrere
Übernahmeangebote großer New Economy Firmen abgelehnt. Die waren sehr
interessiert an unserer gut funktionierenden internationalen Community. Uns war
immer bewusst, wie wichtig die private Atmosphäre unseres Netzsalons für seine
Lebendigkeit ist." ergänzt Enno E. Peter.
Aus diesem Grund betreiben Sabrina Ortmann und Enno Peter
das Berliner Zimmer seit seiner Gründung als privates Projekt. Möglich aber wird
es vor allem durch die aktive Unterstützung der Habitués, der langjährigen
Besucher und Freunde des virtuellen Salons. Sie helfen bei der Pflege der
Linklisten, steuern Rezensionen oder Interviews bei und organisieren Lesungen in
ganz Deutschland. Auf diese Hilfe sind die beiden berufstätigen Herausgeber für
ihr Projekt dringend angewiesen. Finanziert wurde das Projekt durchgängig mit
Hilfe von Werbeeinnahmen und privaten Mitteln. So ist es Ortmann und Peter
gelungen, ihr Salonkonzept bis heute losgelöst von Internet-Hype und der
folgenden Krise zu erhalten. Für 2004 planen die beiden ein Relaunch Ihres
Portals, um die rund 2.000 manuell erstellten HTML-Seiten neu zu strukturieren.
Doch ihr Anliegen bleibt das selbe: Sie machen sich weiterhin stark für die
Literatur im Internet.
Artikel mit Bildern als PDF

Buchreport Magazin Juli 2003
Texte zwischen Bytes und Pixeln
Das Internet ist eine wichtige Bühne für
Schriftsteller und Nachwuchstalente. Bei
www.tage-bau.de
weiß man aber, dass Verlage das Potenzial kaum nutzen.

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Wiesbadener Kurier vom 19.05.2003
Tradition des Salons Pariser Hoftheater: "tagebau.de"
Von Kurier-Mitarbeiterin Yvonne Schmidt
Mit der Eroberung des World Wide Web hat die Literatur eine
Grenze durchbrochen. Im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten schreiben die etwa
50 Autoren des kollektiven Online-Tagebuchs "tage-bau.de", ein Projekt des
virtuellen Salons "Berliner Zimmer", die Tradition der Salonkultur des frühen
19. Jahrhunderts fort. Im vergangenen Jahr erhielt das 1999 gegründete
Internetportal für sein literarisches Gemeinschaftswerk "Mein Pixel-Ich" vom
Kultursender arte den Innovationspreis des them@-Literaturwettbewerbs. Mit
Grenzerfahrung und Grenzüberschreitung befassten sich nun die (Netz-) Autoren in
ihrem neuen gemeinsamen Beitrag: "drama!@borderline", so der Titel der Lesung im
Pariser Hoftheater, die das Berliner Duo "drama!" musikalisch umrahmte.
"Ich habe heute schon drei Grenzen überschritten",
behauptet Burkhard Sonntag, und schon sind wir mittendrin in seinem prosaischen
Entgrenzungsversuch, einer Gradwanderung von Aussteiger-Träumen zur
Realitätsbewältigung. Die Ausgrenzung der Menschenrechte im Grenzgebiet
Gefängnis schildert Mone Hartmans provokante Prosaskizze, welche die Schranke
zur Tabuzone überwindet. Bei der Beschreibung der psychischen wie physischen
Grausamkeiten bleibt dem Publikum, soeben noch über mit Haschisch gefüllte
Tampon-Attrappen amüsiert, das Lachen im Halse stecken. Die Trennlinie zwischen
Lachen und Ernst ist fein gezogen.
Ausschweifend sind die Grenzgänge in Christiane Näglers
Erzählung "Spiel des Lebens", die den Abbau der inneren Hemmschwelle
thematisiert. Züchtiger dagegen Anita Behrenroths metaphorische Grenzziehung
zwischen den Wirkungsfeldern menschlicher Individuen. Manchmal ist es auch die
Grenze des guten Geschmacks, die mutmaßlich missachtet wird, so in Uwe Schicks
Erzählung "Nichts wie weg": Das Pinkeln in den Sandkasten als Sinnbild für den
Normenverstoß.
Auch musikalisch wurden Grenzen verwischt: Zwischen Pop und
Chanson, Gothic und Folklore changieren die meist Moll-lastigen
Eigenkompositionen des deutsch-luxemburgischen Duos "drama!". Quantitativ
eindeutig unterlegen, bildeten die charismatische Sängerin Anette Moos mit der
wandlungsfähigen Stimme und die virtuose Pianistin Gisèle Kremer dem
literarischen Part dennoch ein ebenbürtiges Pendant. Das Publikum hätte gerne
mehr als sechs Lieder gehört, wie der anhaltende Applaus bewies.

Frankfurter Rundschau vom 18.05.2003
Grenzen
"tage-bau.de" in Wiesbaden
Von Jamal Tuschick
Das "Berliner Zimmer" versteht sich als Salon im weltweiten
Netz. Darin kann man sich mitteilen und austauschen. Man kann der Fiktion Raum
geben und so seine Identität ausbauen. Das schafft Volumen gleichsam im Zustand
der Schwerelosigkeit und einer beschränkten Haftung.
Wie sich solche Prozesse zur Literatur verhalten, muss von
Fall zu Fall bestimmt werden. Das Medium fördert populäre Missverständnisse über
Kultur. Vom Gespräch im idealen Salon konnte man ausgeschlossen werden, an den
Netz-Debatten darf jeder teilnehmen. Das Internet erweitert die Möglichkeiten
Kunstfiguren mit Prothesenfunktionen in die Welt zu setzen und damit das
Spektrum, in dem Illusionen ihrem Gegenteil bis zur Ununterscheidbarkeit nahe
kommen. In dieser Sphäre lassen sich Spekulationen kaum noch abwehren, weil alle
mit gleich gutem Recht ihre Sache zu vertreten scheinen.
Vielleicht wurde deshalb ein Projekt von dem Kultursender
arte mit dem Innovationspreis ausgezeichnet, das seine Probanden bloßzustellen
droht. Die Rede ist vom Netztagebuch tage-bau.de, das, so Mitherausgeberin
Sabrina Ortmann, 1999 "ins Leben gerufen" wurde. Fünfzig Autoren aus sechs
Ländern beteiligen sich täglich am Forum. Jedes Jahr wird ein Thema
ausgeschrieben, 2003 steht "Borderline" dafür.
Im Pariser Hoftheater in Wiesbaden lasen nun neun
tage-bau.de-Aktivisten vor, was ihnen zur Vorgabe eingefallen ist. Den Anfang
gestaltete Anita Behrenroth so: "Hallo, ich bin Anita. Ich bin aus München." Sie
hat sich selbst ein paar Grenzen gezogen und berichtete davon mit entwaffnender
Naivität. In ihrer Geschichte gelangt die Erzählerin durch einen Garten ans
Meer: "Die Blumen schliefen noch." Am Strand legt sie das Nachthemd ab und eine
Muschel dazu. Sie weiß: "Ein April macht noch lange keinen Sommer." Als Zuhörer
wurde man das Gefühl nicht los, dass sich hier jemand krampfhaft an ein Thema
heranzudichten versucht hatte, dem alle Grundbegriffe fehlten. Das traf auch auf
Uwe Schick zu, der einen "zufrieden lächelnden" Herbert ins Feld führte, der
gelegentlich "die Zinken einer Gabel in Fleisch jagt".
Schick wurde von Christiane Nägler abgelöst, die eine
kleine, nur halb verkitschte Hörigkeitsgeschichte zum Besten gab, deren großer
Vorzug darin lag, dass sie offenbar nicht an den Haaren herbeigezogen worden
war. Eine femme fatale mit Bezwingungsfantasien spielte die Hauptrolle bei
Nägler.
Auch extreme Gewalterfahrungen kamen zur Sprache, in einem
Text von Mone Hartman. Sie war als Autorin klug genug, um eine Vorstellung von
den engen Grenzen ihrer Mittel zu haben. Auch insoweit blieb sie beim Thema.
Indes gingen ihre unverstellten Auskünfte über einen Knastbesuch unter die Haut.

aon.at, 07. Mai 2003
Erosa
Ebenfalls aus Berlin stammt virtuelle Literatursalon Berliner Zimmer, der die
Herzen geneigter Leserschaft mittels schön gestalteter Seiten und
anspruchsvoller Inhalte höher schlagen lässt. Für die erotische Feder haben die
Betreiber des Zimmers ein eigenes kleines Magazin ausgekoppelt: Erosa - unter
http://www.berlinerzimmer.de/erotik/
l präsentiert das erotische Online-Magazin des Berliner Zimmers erotische
Kurzgeschichten und Gedichte...

Stuttgarter Zeitung 23.04.2003
Ins Netz gegangen Hinterzimmer
http://www.berlinerzimmer.de
Die Macher von Erosa behaupten, ihr 1999 gestartetes
Projekt sei das erste Online-Magazin für erotische Literatur. Tausenden
Stöhnveteranen der Internet-Sexbuden müsste da vor Lachen der Sadomasoknebel aus
dem Mund fallen, sind sie doch schon viel länger im Geschäft, läge die Betonung
bei Erosa nicht eindeutig auf dem Wörtchen Literatur. Etliches hier ist
dampfbeschlagen schwülstig, aber einige Texte bemühen sich auch um die
intelligente Erkundung eines menschlichen Erfahrungsbereichs. Erosa ist nämlich
Teil der Website "Berliner Zimmer", die den Anspruch erhebt, eine virtuelle
Fortführung der Literatensalons alter Schule zu sein. Und so lässt sich hier
allerhand entdecken, vor allem zur Literatur im Netz selbst. Die Geräusche aus
dem Hinterzimmer kann man ja überhören...
tkl

Brigitte online 12/2002 Berliner
Zimmer
An die Tradition der literarischen Salons des 18. und 19. Jahrhunderts knüpft
das Berliner Zimmer an und versteht sich als digitale Austauschplattform für
Literatur im Internet. Die Seite bietet kommentierte Linklisten und Texte über
deutschsprachige Literatur im Netz. Buch- Rezensionen, Empfehlungen und ein Chat
runden das Angebot ab.
www.berlinerzimmer.de 
Die Berlinerin, die Illustrierte, 20.02.2003
Die Berliner Salonkultur boomt. Kaum geht ein Salon ein, schießen zwei neue aus
dem Boden. Geistreiche, zumeist blonde Salonièren lenken die gepflegten
Gespräche. Reicht bei Britta Gansebohm schon eine Eintrittskarte, wird im
"Berliner Zukunftssalon" handverlesenen jungen Führungskräften nur mit
persönlicher Empfehlung Eintritt gewährt. Die "Surfpoeten" und "Theodoras
Literatursalon" sind im Netz allen zugänglich, ihre Betreiber bleiben oft
virtuell. (...)
Im Netz trifft man sie alle. Im Unterschied zu herkömmlichen Salons braucht man
in den virtuellen weder Couch noch Krawatte. Diesen Salon besucht man von zu
Hause aus. Der Besucher zahlt kein Eintrittsgeld und braucht keine Beziehungen.
Er muss den Wein alleine trinken. In den Netz-Salons tummeln sich alle, die Rang
und Namen oder es mit Fleiß und Spucke geschafft haben, bei Google ganz oben zu
stehen. So wartet im bescheiden layouteten "Theodoras Literatursalon" die smarte
Katrin Girgensohn auf klickende Gäste. Man kann ihr aber auch wirklich begegnen:
Sie ist Initiatorin des "Gespinste-Salons" im Berliner Cafe NIL und tritt im
"Ersten Berliner Schreibsalon" in der Knorre in Friedrichshain auf.
Im gediegenen virtuellen "Berliner Zimmer" findet man alles Wissenswerte über
historische und aktuelle Salons im Netz, auch Frauenforschung. Die "Surfpoeten"
dagegen, ein Salon frecher Jungpoeten, wirbt für die Lesungen ihrer männlichen
Techno-Autoren. Der "Club der polnischen Versager" lädt ins Ungarische Haus zum
"MitOst-Salon", ein Club für den Kulturaustausch in Ost- und Südeuropa. Der
"Journalistinnenbund" wiederum bittet zu Frauenstammtisch und Fachvortrag. Der
"Perlentaucher", ein längst sehr etabliertes und kommerzielles Medium, kocht das
Feuilleton seriöser deutscher Tageszeitungen ein. Der "Blaue Drache" hat eine
Pannen-Pause, ist aber bald wieder online.
Ganzen Artikel lesen 
zitty Dschungelbuch Berlin 12/2002
Im Internet entwickelt sich eine neue Form von Literatur -
sehr direkt, sehr ichbezogenen und doch im stetigen Austausch mit anderen.
Schönes Beispiel dafür:
http://www.tage-bau.de

womanticker kultur im web
Margarita Morales im Berliner Zimmer
Frankfurt/M. 19.11.2002; Öffentlich aber privat möchte es
sein, das virtuelle "Berliner Zimmer". Derzeit werden Bilder von Margarita
Morales, einer mexikanische Künstlerin, die in Berlin lebt, hier präsentiert.
Das Berliner Zimmer ist ein virtueller Salon. Das Berliner
Zimmer möchte über die deutschsprachige Literatur im Internet informieren und
ein "Treffpunkt für Autoren und Leser" sein. Zudem können im Berliner Zimmer
Berliner "Künstler" ihre Arbeiten ausstellen, so das Konzept von Sabrina Ortmann
und Enno E. Peter, den Initiatorinnen der Site.
Margarita Morales Bilder wurden bereits in Berlin, New York
und Mexiko City gezeigt. Die Bilder schmücken nun für die nächsten zwei bis drei
Monate die "Wände" des virtuellen Salons. (wt-bp)

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