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Newsletter Nr. 53 / 6. Jahrgang ISSN 1613-1584
Berlin-Mitte, 19. Februar 2005
[Anrede],
Übrigens hat Eberhard Diepgen ein Buch geschrieben
"Wer viel fernsieht, hört oft solche Sätze, d.h. er nimmt sie unbewusst wahr, weil ihm vor lauter Fernsehen das Zuhören vergangen ist. Ich sehe nur fern, wenn ich bei meiner Nachbarin bin und der Fernseher läuft. Dies kommt bei ihr täglich vor und auch in den besten Familien. Man will ja schließlich wissen, was in der Welt vor sich geht. In Wahrheit aber will man es nicht wissen. Deshalb sehen die Leute täglich fern, und am nächsten Tag berichten sie ihren Kollegen davon, was sie gesehen haben...."
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geht es im Berliner Zimmer
blicke durchs netz - Themenschwerpunkte im tage-bau
Die Autoren des Projektes tage-bau schreiben neben ihren eigenen, häufig tagesbezogenen Texten gemeinsam an neuen Themenschwerpunkten unter dem Motto "blicke durchs netz". Jedes Monats-Thema bildet einen inhaltlichen Schwerpunkt. Es ist geplant, dieses Material bei weiteren tage-bau-Lesungen zu inszenieren und im Rahmen einer Publikation zu veröffentlichen.
Berliner Zimmer FAQ (Frequently Asked Questions)
Wir haben Ihre häufigsten Fragen rund um das Berliner Zimmer und unsere Antworten für Sie in einem umfangreichen FAQ zusammengefasst. Wenn Sie eine Frage haben, die dort nicht beantwortet wird, schreiben Sie uns bitte!
http://www.berlinerzimmer.de/faq.htm
Junge Menschen befinden sich beständig in
einem von Sehnsüchten und Ängsten, Hoffnungen und Problemen bestimmten
Spannungsverhältnis zum Elternhaus, zur Schule, zu Freunden und zahlreichen
gesellschaftlichen Themenfeldern. Die Berliner Theatertage wollen 2005 ihr
Augenmerk auf den „StandOrt“ der Schülerinnen und Schüler richten, wie
er selbst erlebt wird oder auch in Textvorlagen zu finden ist. Kinder- und
Jugendliteratur, Gedichte, Dramen und selbst zusammen getragenes Material
sollen den Stoff für die Schultheaterproduktionen bilden. Identifikation? -
Utopie? - Flucht aus der Realität? Lebensnähe? – dies sind
stichwortartige Fragen, auf die in der gemeinsamen Theaterarbeit nach
Antworten gesucht werden soll. (Info der SenBJS Berlin)
Das Literaturmagazin Gold will dem reichen literarischen Leben Berlins ein Gesicht geben und diese als aufregendste Buchstadt in Deutschland präsentieren. Die Zeitschrift richtet ihr Augenmerk auf die Verbindung von Literatur und literarischem Leben, erkundet Texte und porträtiert Menschen und Orte. Gold ist ein unabhängiges Literaturmagazin und entsteht aus einer Kooperation von Literaturwissenschaftlern der FU Berlin und Graphikdesignerinnen der FH Potsdam. Ab Anfang diesen Jahres erscheint Gold monatlich in einer 10.000er Auflage. Gold kann man in Kulturinstitutionen, Cafés und Kinos, Bibliotheken und Buchhandlungen, etc. in ganz Berlin finden. Geplant ist außerdem eine Homepage, die Gold über Berlin hinaus verfügbar macht. Und das Beste: Gold ist kostenlos.
Buchtipp: Raum zum
Schreiben - Creative Writing in 200 genialen Lektionen Die Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing Bonni Goldberg hat ihr Buch Raum zum Schreiben genannt, weil "jedes Kapitel eine Tür öffnet: zur Phantasie, zum Intellekt, zur Seele und zur Gefühlsebene". In diesen Kapiteln schafft sie durch kurze, einfühlsame Anleitungen der Kreativität "Raum zum Schreiben" und regt durch die gestellten Aufgaben zum täglichen Schreiben an.
Die 200 Lektionen sind in drei Teile gegliedert: Das Thema wird kurz behandelt, dazu eine oder mehrere Aufgaben gestellt und durch ein inspirierendes Zitat ergänzt. Jedes Kapitel steht dabei für sich, baut also nicht auf einer Reihenfolge auf. Deshalb kann man nach Stimmung und Erfahrung jedes Thema wählen, das einem gerade liegt.
220 Seiten - Autorenhaus Verlag, EUR 14,90
Schluß mit bla
Der "internet literatur webring bla" schließt seine Pforten, wie schon seit Jahren angekündigt - auf nicht absehbare Zeit. "Er wird auf jeden Fall wieder geöffnet werden. Aber es wird eine ganze Weile ganz still werden.", so Guido Grigat. bla war einer der ersten Webringe zum Thema Literatur im Internet.
Gedichtwettbewerb
Portal für literarische Weblogs
litblogs.net wurde von Hartmut Abendschein und Markus a.
Hediger initiiert. Die Idee war es, eine Plattform zu schaffen, auf der
Autoren mit eigenständigem literarischen Schaffen, mit Weblogs und
gültigem RSS-Feed vertreten sind. Vorbild waren die brasilianischen
Wunderblogs, www.wunderblogs.com,
die nun schon ein erstaunliches Standing besitzen.
Literarischer Rekordversuch
15 Autoren aus Deutschland und Österreich schrieben einen 300 Seiten-Roman an einem Wochenende. Der Sciencefiction-Autor Andreas Eschbach (Das Jesus Video; Eine Billion Dollar) und der Chefredakteur der Perry-Rhodan-Reihe, Klaus N. Frick, haben dieses Projekt an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel geleitet.
Für den Initiator des Projekts, Andreas Eschbach, sollte
das "verrückte Experiment" zeigen, wie sich mit solider Planung
und der nötigen Schreibenergie auch solch ein Rekordversuch bewältigen
lässt. Und die Autoren sollten bei künftigen Buchvorhaben seltener auf die
Frage verfallen, wie man das nächste weiße Blatt zügig überlisten kann.
Als am letzten Freitag um 16 Uhr der Startschuss zu diesem Projekt fiel, war
noch alles offen: Handlung und Dramaturgie mussten abgestimmt, Figuren und
zentrale Konflikte erfunden werden. Am Sonntag um Punkt 12 Uhr war die
Arbeit getan, die anfängliche Skepsis bei allen Beteiligten gewichen und
das fertige Romanmanuskript zu bestaunen. Der Roman handelt von einer
waghalsigen Expedition zum Jupiter und erscheint demnächst in der Reihe der
"Wolfenbütteler Akademie-Texte" mit Materialien zu diesem
Schreibprojekt. Nachwuchsförderung Drehbuch 2005/2006
Das bayerische Fernsehen und das Kulturreferat der Stadt Nürnberg vergeben seit 1993 das Nürnberger Autorenstipendium. Die ausgewählten Stipendiaten werden hierbei von namhaften Tutoren über den Zeitraum von 2 Jahren bei der Arbeit an ihren Drehbüchern unterstützt. Einsendeschluss ist Montag, der 28. Februar 2005.
Impressum
Sabrina Ortmann, ortmann@berlinerzimmer.de
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