Berlin
im März 2001
Hallo,
ein heftiger Streit um unser
erstes Buch , zwei Jubiläen, neue Inhalte, Gerüchte und Mitarbeiter: the
BeZi never sleeps ;-)
Wie immer fassen wir
für Sie in unserem monatlichen Newsletter alle Ereignisse und Neuigkeiten
rund um den virtuellen Salon aus Berlin zusammen.
Um eines der Gerüchte,
welches sich verstärkt nach Enno E. Peters Auftritt auf der transmediale
im Februar und der zahlreichen Presseberichte
der letzten Wochen verbreitet, zu klären: das Berliner Zimmer ist keine
Firma, es ist ein privates Projekt, welches trotz seines Umfangs von
schätzungsweise 1700 HTML-Seiten (wir wissen es selber nicht mehr so genau)
und trotz seines Traffics von derzeit rund 3000 Besuchern täglich von nur
zwei Menschen (Enno E. Peter und Sabrina Ortmann) in deren Freizeit als Hobby
betreut wird. Wir betonen dies nochmal im Hinblick auf die vereinzelten
Vorwürfe der letzten Wochen, die sich darauf gründeten, dass die neue
Ausgabe von Erosa noch nicht
erschienen ist, obwohl wir die (für Autorenhonorare) geforderten 1000,- DM
seit einiger Zeit zusammen haben (1020,- DM sind bei uns eingegangen). Wir
arbeiten mit Hochdruck an der neuen Ausgabe, die 160 Texte sind gelesen, die
Auswahl steht, Enno E. Peter bastelt in diesem Moment an den neuen
Erosa-Seiten, und die neue Ausgabe wird am nächsten Wochenende online gehen.
Damit ist Erosa Nummer
6 das erste Online-Literaturmagazin im deutschsprachigen WWW, das seinen
Autoren Honorare zahlt :-)
Damit wir nicht
gleichzeitig das letzte Magazin sind, das dies tut, stellen wir für die neue
Erosa die gleiche Bedingung: sie geht online, wenn 1000,- DM auf unserem Konto
sind. Das Geld werden wir wieder als Honorare an die veröffentlichten Autoren
verteilen, auch wenn wir im Netz bereits als "Schnorrer-Erotik"
verschrieen sind ;-)
Spenden nehmen wir ab
sofort entgegen: Enno E. Peter, Deutsche Bank 24, BLZ 380 707 24, Konto 29 67
180, Verwendungszweck: "Erosa 7"
Wer Texte einreichen
möchte, beachte bitte unsere Hinweise
für Autoren.
Erosa feiert übrigens
bereits ihr zweijähriges Jubiläum, Ende Januar 1999 ging die erste
Ausgabe online. Damit
war Erosa das erste Online-Magazin für erotische Literatur im
deutschsprachigen WWW. Seitdem erschienen fünf Ausgaben mit über 100
Gedichten und Geschichten, illustriert mit Bildern und Fotos. Alle bisherigen
Ausgaben stehen übrigens zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Viel Wirbel gab es auch
um das erste Buch aus dem Berliner Zimmer, das Anfang Februar erschienen ist.
Bisher sind zwei Besprechungen über das Buch vom Leben im Netz erschienen:
eine von Roberto Simanowski bei FAZ.NET und eine im Literatur-Café. Beide
Kritiken erreichen Sie über die Presseseite
des tage-bau.
Der gnadenlose Verriss
von Malte Bremer führte zu heftigen Diskussionen darüber, ob man ein
gedrucktes Netzliteraturprojekt wie www.tage-bau.de
unabhängig von
seinen Entstehungsbedingungen bewerten darf. Angesichts der Tatsache, dass
für die Literatur im Netz generell noch keine Bewertungskriterien zur
Verfügung stehen, weshalb sich das Feuilleton zur Zeit noch konsequent um
dessen Besprechung drückt, stellt sich die berechtigte Frage: wie bewertet
und beurteilt man ein als Buch erschienenes Netzliteratur-Projekt? Alle
Informationen, Leseproben, Bestellmöglichkeiten und vieles mehr rund um das Buch
vom Leben im Netz finden Sie unter der Adresse: www.berlinerzimmer.de/tagebau/dasbuch.htm
Sie können es auch
gleich direkt
bei amazon.de bestellen und natürlich in jedem Buchladen.
Der tage-bau, dessen
Autoren-Kollektiv das Pixel-Ich-Buch anlässlich des arte-them@-Literaturwettbewerbes
im Herbst 2000 online geschrieben hat, feiert übrigens in diesem Monat 500
Tage tage-bau. Grund genug, sich mal wieder in "real life" zu
treffen :-) Hierzu möchten wir auch alle Freunde des Berliner Zimmers und
besonders die Leser des tage-baus ganz herzlich einladen. Wir treffen uns am
31. März um 18 Uhr im Café Walden, Choriner Straße 35, 10435 Berlin.
Wie schon angedeutet,
können wir zu zweit den stetig wachsenden Hunger nach Inhalten im Berliner
Zimmer nicht mehr stillen ;-) Daher gibt es nun zwei neue Namen im Berliner
Zimmer.
Jan Ulrich Hasecke,
Herausgeber des Generationenprojektes und des Sudelbuches
präsentiert von nun an monatlich eine Satire auf unseren Seiten. Die erste
greift gleich zwei wichtige gesellschaftliche Themen auf: den Streit um das
tage-bau-Buch und den Bücherwahnsinn. Jetzt also nach BSE und MKS auch noch
der Bücherwahnsinn! Haben wir doch schon alle Lieblingsgerichte (Ungarisches
Gulasch mit Kartoffelklößen, Labskaus mit lecker Corned Beef aus englischen
Dosen, etc.) von der Speisekarte gestrichen und ernähren uns nur noch von
rohen Möhren, müssen wir jetzt auch noch Angst haben, wenn wir unsere
knurrenden Mägen durch eine spannende Lektüre ablenken wollen? Nicht nur
das. Das Berliner Zimmer wird sogar öffentlich angeklagt, wie der
hinterhältigste Tiermehlhersteller, für den krassesten Fall von BoD
verantwortlich zu sein. Unser familiärer Kleinbetrieb mit kulturnaher,
liebevoller und artgerechter Zimmerhaltung von 50 glücklichen tage-bau
Autoren hat versagt. Die Seuche ist ausgebrochen und das Berliner Zimmer wird
von der EU bereits gedrängt, alle Autoren notzuschlachten. Der tage-bau steht
damit vor dem Aus, denn ein neuer Autorenstamm kann auf ökologische Weise
nicht schnell genug wieder aufgebaut werden. Aber was das Schlimmste ist: der
gefürchtete Enthüllungssatiriker Jan Ulrich Hasecke hat Wind davon bekommen
und die erschütternde Nachricht sofort per E-Mail in die Welt hinausposaunt:
"Bücherwahnsinn!
Was kann man ohne Angst noch lesen?"
Und auch von dem Literaturmagazin
Macondo gibt es Neues im Berliner Zimmer: Frank
Goosen: Liegen lernen. Eine Rezension von Frank Schorneck.
Ganz herzlich bedanken
möchten wir uns bei den über 200 Teilnehmern unserer Umfrage, vor allem bei
denen, die den Anlass nutzten, uns ein persönliches, zuweilen ausführliches
und konkretes Feedback zu geben. Wir wissen nun ein bisschen genauer, wer
unsere Besucher sind und vor allem, was sie sich vom Berliner Zimmer
wünschen. Und wir sind natürlich bereits dabei, die gewonnenen Erkenntnisse
umzusetzen :-) Mehr dazu berichten wir in unserem nächsten Newsletter.
Zum Schluss noch eine
(zugegebenermaßen geklaute) Frage:
Was sind Ihnen die
Angebote des Berliner Zimmers (Erosa, tage-bau, Linkliste, Artikel,
Rezensionen, Surftipps, Newsletter, Mailingliste, etc.) wert?
Sie würden uns sehr
helfen, wenn Sie uns diesen Betrag überweisen an: Sabrina Ortmann, Deutsche
Bank 24, Konto: 3670759, BLZ: 38070724, Verwendungszweck "Spende für
Literatur".
Damit Sie auf unseren
Seiten möglichst schnell das finden, was Sie suchen, nutzen Sie am besten
unsere interne
Suchmaschine, die neben den HTML-Seiten auch PDF-Dateien und die
Linkdatenbank durchsucht.
Unser Newsletter hat
zur Zeit 1834 Abonnenten.
Viele Grüße aus
Berlin an den Rest der Welt
Sabrina Ortmann und
Enno E. Peter http://www.berlinerzimmer.de