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Geschichte und aktuelle Entwicklung der digitalen Literatur
Studentenermäßigung bei Vorlage der aktuellen Immatrikulationsbescheinigung: 15,50 € Bei Lieferung ins Ausland zzgl. 3 € Porto/Bankgebühren
Über das Buch Im World Wide Web, in Mailinglisten, Foren, Newsgroups und Chats ist seit Mitte der neunziger Jahre - unabhängig vom renommierten Literaturbetrieb - eine vielfältige und lebendige Literaturszene mit Profiautoren und Amateuren, Wettbewerben und theoretischen Diskursen entstanden. Die mit der Nutzung des Internets einhergehende Digitalisierung von Text wird als die dritte große Revolution des Literaturwesens bezeichnet: Dem Computer wird für die Produktionsbedingungen von Literatur eine ebenso große Bedeutung beigemessen wie der Erfindung des Buchdrucks. Dieses Buch erzählt die Geschichte der digitalen Literatur von ihren Anfängen bis heute: Bereits seit den sechziger Jahren experimentieren Schriftsteller mit elektronischen Medien. Die ersten auf Disketten publizierten Hyperfictions in den USA führten in den achtziger Jahren zu einer Debatte über die Freiheit des Lesers. Mit der wachsenden Popularität des World Wide Web in den Neunzigern fanden die Hobby-Autoren unabhängig von den Verlagen ihren Weg in die Öffentlichkeit. Wettbewerbe und Veranstaltungen wie die "Softmoderne" und der "Pegasus" förderten die Entstehung von und die Diskussion über die sogenannte Netzliteratur. Eine ausführliche Darstellung der Erscheinungsformen und Tendenzen der Internet-Literatur im Jahr 2000 sowie die Untersuchung aktueller kollaborativer Netzliteraturprojekte zeigt die sich für die Literatur durch Digitalisierung und Vernetzung ergebenden neuen Aspekte und Merkmale. Am Ende steht ein spekulativer Ausblick auf die nahe Zukunft digitaler Literatur und auf die Veränderungen, die sie für den konventionellen Literaturbetrieb mit sich bringt. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der - bis heute unbeantworteten - Frage nach den charakteristischen Merkmalen der "Netzliteratur" gewidmet.
Über die Autorin
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Die Surftipps des Berliner Zimmers
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Von Jutta Heess, Der Tagesspiegel, 02.11.2001 Literarisches Duett Sabrina Ortmann und Enno E. Peter veranstalten einen Literatursalon im Internet. Sie sehen nicht ein, warum Gedichte nur in Büchern stehen sollen Die beiden Berliner Literaturliebhaber betreiben www.berlinerzimmer.de , den Literatur-Salon im Internet. Außerdem sind sie die Initiatoren eines Literaturprojektes unter www.tage-bau.de . Darüberhinaus hat Sabrina Ortmann gerade ein Buch geschrieben: "netz literatur projekt" ( www.berlinerzimmer.de/netzliteraturprojekt.htm ). Das Thema: Geschichte und aktueller Stand der digitalen, schreibenden Kunst. Literatur im Internet gibt es erst seit 1995. Mit ihrem Projekt haben Ortmann und Peter Maßstäbe gesetzt und wünschen sich eine breitere Öffentlichkeit. Von Christine Diller, Münchener Merkur, 23.10.01
Herzblut im Netz (...) Sabrina Ortmann hat sich wissenschaftlich sowohl mit herkömmlicher, als auch mit computergenerierter und vernetzter Literatur beschäftigt. Das Ergebnis heißt "netz literatur projekt" und ist, seinem Gegenstand gemäß, ein Book-on-demand, das also auf Nachfrage hin gedruckt wird. Fazit: Auch sie will sich nicht festlegen, ob es sich bei Netz-Literaten um eine Avantgarde oder eine Arrièregarde oder um versponnene Tüftler handelt, deren Werkstatt der virtuelle Raum ist. Wie Ortmann ihren elektronischen Salon "berlinerzimmer.de", so unterhält der Stuttgarter Wolfgang Tischer im Netz sein "literaturcafe", in dem man sich allenfalls elektronisch niederlassen kann. Auch er bietet Foren für Veröffentlichung und Meinungsaustausch an. (...) Von Michael Klarmann, Telepolis, September 2001 "Wo Literatur schneller und kürzer wird" Aus alt mach neu: (Experimentelle) Literatur tummelt sich heute (auch) im World Wide Web Die Frage ist so alt wie der Begriff selbst: Was ist Literatur? Lyrik, Romane, Novellen, John-Sinclair-Heftchen oder experimentelle Wortspielereien, die der Autor Wochen nach der Niederschrift oder dem Anordnen selbst nicht mehr begreift? Logisch, dass sich mit jeder technischen Neuerung diese Frage aller Fragen wieder und wieder stellt. Sabrina Ortmann vom literarischen Salon Berliner Zimmer liefert mit dem Buch netz literatur projekt einige Antworten...
Klenkes, Aachens Stadtillustrierte, September 2001 World Wide Lit. Literatur wird schneller, spontaner, die Texte kürzer und geprägt von der Schnittechnik ähnlich der MTV-Ästhetik. Ort des Wandels ist - wie sollte es anders sein? - das Internet, in dem sich neue und alte Literaturformen tummeln. Denn schon seit den 60er Jahren tüfteln Autoren mit elektronischen Medien. Und seitdem das Web an Popularität gewonnen hat, expandiert auch die Netzliteratur. Sabrina Ortmann vom virtuellen Salon Berliner Zimmer hat sich für ihr Sachbuch "netz literatur projekt" mitten in diese Schnelllebigkeit gestürzt. Die Pionierin der deutschsprachigen WWW-Literatur erzählt die internationale Geschichte der Szene und erklärt zudem anhand deutschsprachiger Projekte, was geht. Der Assoziations-Blaster etwa ist ein sich ständig wandelndes Schreib- und Leseerlebnis mit oft wirr anmutenden, verlinkten Textminiaturen. Darf hier jeder texten, durften sich beim tage-bau nur profilierte, auserwählte Autoren ins beständig geänderte, verlinkte und erweiterte Tagebuch hinein verewigen. Ähnliches passiert bei Die Säulen von Llacaan, ein Fantasy-Projekt, das wie eine Romanserie von mehreren Autoren verfasst wird, allerdings nur im und fürs Internet. Alle drei Beispiele, so Ortmann in ihrer fundiert recherchierten Arbeit, nutzen das Web und dessen "Möglichkeiten der Technik, der Interaktivität und der Kommunikation". Genau das macht für die Autorin Netzliteratur aus. Manch einer ordnet einzelne Facetten davon zwar unter "Pennälerdada" (Erhard Schütz) ein. Aber die Experimentierfreude prägt stilistisch längst auch das, was zwischen Buchdeckeln erscheint. Etwa Romane mit Smileys und Web-Kürzeln oder E-Mail-Erzählungen statt des herkömmlichen Briefromans.
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