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"Ich hatte die Figur vor Augen und den Ton im Ohr"

Das Berliner Zimmer im Gespräch mit der Berliner Autorin Yadé Kara


©Foto:
David Ausserhofer

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Yadé Kara: Selam Berlin, Diogenes

"Selam Berlin" ist für den Deutschen Bücherpreis 2004 in der Kategorie Debüt nominiert worden. Es wurde ferner mit dem Adalbert-Chamisso Förderpreis ausgezeichnet.

Yadé Kara wurde 1965 in Cayirli, Türkei, geboren, studierte Anglistik und Germanistik. Sie arbeitete als Schauspielerin, Lehrerin, Managerin und Journalistin in Berlin, London, Istanbul und Hongkong. Zur Zeit lebt sie in Berlin, wo sie auch aufwuchs.

„Selam Berlin“ erzählt die Geschichte des neunzehnjährigen Hassan, der mit seiner Familie jahrelang zwischen Bosporus und Spree hin- und hergependelt ist und der am Tag des Mauer falls beschließt, Istanbul zu verlassen und ganz nach Berlin zurückzukehren. Hassan jagt in diesem rasanten Debüt-Roman in aberwitzigem Tempo durch die neue Hauptstadt. Der Roman handelt vom Erwachsenwerden, von den verblüffenden Auswirkungen des Mauerfalls auf eine türkische Familie, von Freundschaft, von der Suche nach der großen Liebe, von Verrat und Identität.

Yadé Kara stellte im Jour Fixe des Berliner Zukunftssalons ihr Buch vor. Enno E. Peter sprach mit der Autorin über ihr Erleben der Wendezeit, die unglaubliche Entstehungsgeschichte ihres Debütromans und die Pläne für die Zukunft.


Berliner Zimmer: Gab es ein literarisches Vorbild für Ihr Buch? Ist es in irgendeiner Form biografisch?

Yadé Kara: Es gab kein literarisches Vorbild. Die Handlung ist erfunden, es gibt wenig biografische Bezüge zu meinem Leben.
 
Berliner Zimmer: Wie haben Sie den November 89 und die Wendezeit erlebt? 

Yadé Kara: Ich bin eigentlich mit dem festen Glauben in Berlin aufgewachsen, dass die Mauer immer stehen wird. Am Donnerstag, den 9. November 1989 kam die Nachricht im Fernsehen in der Berliner Abendschau. Dort waren auch erste Bilder von der Bornholmer Strasse zu sehen. Ich dachte zuerst, das wäre ein "Mauervorfall". Am nächsten Morgen strahlte ein blauer Himmel über Berlin und ich ging durch die Straßen und merkte, dass auch die muffigste Berliner Fratze lächelte, da wusste ich: es hat sich etwas Fundamentales in der Stadt verändert.  

Berliner Zimmer: Den Presseinformationen Ihres Verlages haben wir entnommen, dass Sie bereits eine Vielzahl von unterschiedlichen Tätigkeiten ausgeübt haben, bevor Sie mit dem literarischen Schreiben begonnen haben. Welche waren das?

Yadé Kara: Nach dem Studium habe ich Berlin verlassen. Ich arbeitete als Managerin einer Textilfirma in Istanbul und später als Journalistin für ABC. In London arbeitete ich in einer Werbeagentur und unterrichtete dort auch eine zeitlang Deutsch. Zur Zeit arbeite ich für einen Radiosender und schreibe natürlich weiter.

Berliner Zimmer: Und wie ist Ihr erstes Buch entstanden?

Yadé Kara: Ich saß im Peak Café in Hong Kong. Der einzige Ort in der Stadt, wo man einen guten Cappuccino bekommen kann. Dort habe ich das erste Kapitel geschrieben, einen weiteren Cappuccino getrunken, das Geschriebene gelesen und es hat mir gefallen. Ich habe einfach weiter geschrieben. Eine Agentin half mir, das Buch zu vermarkten. Sie schickte das Manuskript mit dem Arbeitstitel „Selam Berlin“ an einige Verlage und Diogenes meldete sich als erster. Der Arbeitstitel ist dann auf Wunsch des Verlages geblieben.

Berliner Zimmer: Ihr Debüt ist von einem sehr flüssigem Stil geprägt. Hatten Sie bereits vorher literarisch gearbeitet und veröffentlicht?

Yadé Kara: Nein.

Berliner Zimmer: Wie viele Stunden widmen Sie am Tag etwa der literarischen Arbeit? Wie arbeiten Sie ?

Yadé Kara: Ich sammele hier und da Stimmungen, Atmosphären, Sätze und beobachte. 

Berliner Zimmer: Das Feuilleton hat sehr positiv auf Ihr Debüt reagiert, aber auch schnell ein Label für ihr Buch gefunden: der erste türkische Wenderoman. Wie kommen Sie mit dieser Einordnung und dem Erfolgsdruck zurecht?

Yadé Kara: „Selam Berlin“ ist ein Berlin Roman, der aus der Perspektive von Hasan Kazan erzählt. Hasans Perspektive ist die eines Westberliners mit türkischem Hintergrund. Ich freue mich über den Erfolg des Buches, aber lasse mich nicht drücken. Ich schreibe weiter. Mal sehen, was daraus wird. Das Berlinthema ist für mich jedoch zunächst einmal abgeschlossen. 

Berliner Zimmer: Wird es eine türkische Übersetzung geben?

Yadé Kara: Deutschland ist in der Türkei nicht so präsent wie die USA.  

Berliner Zimmer: Warum haben Sie eigentlich mit Hasan einen männlichen Helden für Ihren Entwicklungsroman gewählt?

Yadé Kara: Ich hatte die Figur vor Augen, den Ton im Ohr und das ganze musste aufs Blatt.

Berliner Zimmer: Ihr junger Held Hasan taucht im Buch ja in die Filmszene ein. Angesichts von „Sonnenallee“ und „Good Bye Lenin“ haben wir uns gefragt, ob bereits eine Verfilmung Ihres Buches geplant ist?

Yadé Kara: Inshalla...

Berliner Zimmer: Welche Lektüre bevorzugen Sie selbst? Haben Sie ‚Lieblingsschriftsteller' oder Vorbilder?

Yadé Kara: Es gibt so viele wunderbare Schriftsteller, die lesenswert und interessant sind. Alle hier aufzuzählen würde den Rahmen dieses kurzen Interviews sprengen. Aber um nur einige zu nenne: Cengiz Aitmatov, Y. Kemal, Alice Walker, M. Duras, Süsskind und andere.

Das Interview führte Enno E. Peter im November 2003. Die Veröffentlichung und Vervielfältigung, auch auf elektronischem Wege ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Berliner Zimmers gestattet.

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