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Literatur im Netz: Engagiert und idealistisch

Von Sabrina Ortmann

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Literatur im Internet und Internet-Literatur

Es ist sinnvoll, zwischen Literatur im Internet und Internet-Literatur zu unterscheiden. Literatur im Internet bedient sich des Internets lediglich als Medium für die Publikation und Distribution. Die Texte könnten genauso gut auf Papier gedruckt werden. 

Unter diese Kategorie fällt beispielsweise das Gutenbergprojekt, auf dessen Web-Site über 300 Klassiker der deutschen Literatur, deren Autoren seit mindestens 70 Jahren verstorben sind, kostenlos zur Verfügung stehen. Das entspricht mehr als 150.000 Buchseiten in über 35.000 Dateien, darunter zum Beispiel Goethes kompletter Faust. Gutenberg-DE wurde 1994 als Freizeitprojekt begonnen, als es nur wenige deutschsprachige Texte im Internet gab. Als Ergänzung und Erweiterung des Archivs von Klassikern ist seit Kurzem auch lebenden Autoren möglich, ihre Arbeiten bei Gutenberg zu veröffentlichen.

Internet-Literatur dagegen nutzt die Möglichkeiten des Internets als Stilmittel. Hierzu gehören Technik, Interaktivität und Kommunikation. Besonders die Interaktivität wird im WWW groß geschrieben. Das Netz ist ideal für Literaturprojekte, die ihre Besucher animieren, mit Hilfe von Verknüpfungen, sogenannten Links, in den Seiten zu navigieren oder selbst mitzuschreiben. 

Ein interessantes Beispiel ist das interaktive Text-Netzwerk "Assoziations-Blaster" (das Projekt der Merz-Akademie-Studenten Alvar Freude und Dragan Espenschied wurde im Oktober letzten Jahres beim Ettlinger Internet-Literatur-Wettbewerb "Zeiten(w)ende" ausgezeichnet), eine Art Literaturmaschine, in der sich alle eingetragenen Texte mit "nicht-linearer Echtzeit-Verknüpfung" automatisch miteinander verbinden, allerdings nicht in einer bestimmten Hierarchie oder Reihenfolge. Die Datenbank mit den Texten ist nach Stichworten geordnet. Jeder Text gehört zu einem bestimmten Stichwort und die Stichworte stellen auch die Verbindungen zwischen den Texten her. Jeder Besucher kann neue Stichwörter eintragen, die dann sofort Auswirkungen auf alle bereits vorhandenen Texte haben. Anfang Juni enthielt die Datenbank 43987 Texte zu 3784 Stichwörtern. Das Stichwort "Literatur" lieferte zum Beispiel folgendes Ergebnis: "Stöbers Greif schrieb am 24.1. 2000 um 18:00:39 Uhr über Literatur: Eine manchmal ganz ansprechende Aufblähung des Alphabets." 
Jeder Besucher ist eingeladen, die Datenbank über ein Online-Formular mit einem eigenen Text zu füttern, in diesem Fall durch die Aufforderung: " Ist Dir schon jemals 'Literatur' begegnet? Schreibe auf was dabei geschehen ist."

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Literatur im Internet und Internet-Literatur

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Von den ersten Hyperifctions zum "Pegasus"

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