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Frühe
telemediale Kunst und Literatur
Gemeinsame Schreibprojekte gab es schon
lange vor der Erfindung von E-Mail, sie wurden mit dem
"Netzwerk" der Post realisiert. Die Mail-Art der frühen
sechziger Jahre kann als Vorläufer vieler Telekommunikations- und
Internetprojekte gelten. Tilman Baumgärtel verweist in seinem Artikel
"Immaterialien" auf die Fluxus-Künstler, die sich kleine
Arbeiten auf Postkarten zusandten, sie bearbeiteten und weiter schickten
(Zur Ur- und Frühgeschichte der Netzkunst siehe: Tilman
Baumgärtel, Immaterialien).
Künstler bedienten sich seit jeher neuer
elektronischer Medien. In Chicago fand 1969 die Ausstellung "Art by
Telephone" statt, ebenfalls in den 60ern versuchten Künstlern mit
TV-Experimenten, den öffentlichen Raum des Fernsehens künstlerisch zu
nutzen. Ende der Sechziger fanden auch einige Experimente mit Telex
statt, in den Siebzigern und frühen Achtzigern begannen Künstler,
Computernetzwerke, Fax und Telekonferenzsysteme einzusetzen. Die Autoren
versuchten, die bis dahin nur für wissenschaftlich-militärische und
ökonomische Zwecke genutzte digitale Datenkommunikation für
künstlerische Zwecke zu nutzen.
Aus der Konferenz "Artist's Use of
Telecommunication", die 1978 in San Francisco stattfand,
entwickelten sich eine Reihe von generativen Schreibkollaborationen.
Unter dem Titel "La
Plissure du Text" entstand unter der Leitung von Roy Ascott
über das ARTEX-System eine Telekommunikationsperformance, die es
mehreren über die Welt verstreuten Künstlern ermöglichte, gemeinsam
ein Märchen zu schreiben. Das Ergebnis lässt sich heute noch im WWW
nachlesen. Ebenfalls verfügbar ist "Hearsay"
von Norman T. White: Ein kurzer Text wurde über ein Computernetzwerk um
die ganze Welt geschickt und an jeder Station einmal in die
Landessprache und schließlich zurück ins Englische übersetzt.
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Von den ersten
Hyperifctions zum "Pegasus"
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