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Galerie Mutter Fourage Wer aus Berlin-Mitte stammend meint, in Zehlendorf seien nur die Reichen, Schönen und Dummen zu finden, irrt gewaltig. Auch dort gibt es Kultur und Literatur. Man muß sie nur zu finden wissen. Es gibt z.B. die Bücherei für Geistes- wissenschaft und Soziale Frage ( www.kulturbahnhof.net ) im S-Bahnhof Mexikoplatz, den schon erwähnten Mittelhof, die Alte Dorfkirche Zehlendorf in Zehlendorf-Mitte, das Wirtshaus Moorlake in Moorlakeweg 1 Wannsee, und eben Mutter Fourage in Wannsee. Diese ist, wie alle guten Mütter, eine Synthese aus Widersprüchen. Aus der 1900 gegründeten und bis 1977 existierenden Mehl- und Fouragehandlung, die Getreide und Saatgut verkaufte, entstand unter Leitung des Familienerbens Wolfgang Immenhausen ein Garten-, Öko- und Bio-Verkaufshaus, in dem man für Garten und Küche alles findet, was gut und gesund ist. Für den Geist sorgt der ehemalige Schauspieler Immenhausen, von Freunden liebevoll "Immi" genannt, durch Veranstaltung von Lesungen, Konzerten, Theateraufführungen. In der Galerie hängen Bilder von Max Liebermann und Philipp Frank, lesen Schriftsteller. In der Scheune musizieren Orchester und Jazzbands. Highlights waren z. B. die Auftritte von Mikis Theodorakis, Klaus Hoffmann, der Philharmoniker, die zum jährlichen Todestag mit prominenten Schauspielern stattfindenden Kleistlesungen, die große Liebermann-Ausstellung 1997. Bei jedem dieser Ereignisse sind die Parkplätze ringsum voll von Autos aus Berlin. Dem Motto Immenhausens folgend "Wir bieten alles für Leib und Seele" kann der Gast nach der Lesung im Café noch Ökotorte, aber bitte ohne Sahne !, essen. Galerie Mutter
Fourage |
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April
2001
Handbuch
für Autorinnen und Autoren |
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